In „Srbenka” begleitet Nebojša Slijepčević mit seiner Kamera die Proben zu einem Theaterstück von Oliver Frljić, in dem die tragische Geschichte des ermordeten 12-jährigen serbischen Mädchens Aleksandra Zec inszeniert wird. Durch den Blick hinter die Kulissen erhalten wir die Möglichkeit zu beobachten, wie die Schauspieler*innen mit Themen wie Verlust, Diskriminierung, Tod und Krieg umgehen. Zugleich wird deutlich, dass das Theaterstück die gesellschaftliche Spaltung sichtbar macht und ins Zentrum rückt. Zusammen mit dem Film „Čovjek koji nije mogao šutjeti” eröffnet der Film einen Dialog darüber, ob Reden wirklich Silber ist – und ob Schweigen jemals Gold sein darf.
Moderation: Studierende des Slavischen Instituts:
Amelida Ličina, Mari Hrkać, Anja Golubović, India Biro.
Zu Gast: Bojan Mrđenović (Universität Zagreb), Kamera in „Srbenka“
Die Filmvorführung findet im Rahmen des Seminars „Kollektives und kulturelles Gedächtnis des Zweiten Weltkriegs und der jugoslawischen Nachfolgekriege im westslavischen und südslavischen Kulturraum“ (Leitung Dr. Dragana Grbić, Dr. Jan Czarnecki, Dr. Samuel Koruniak, Jana Šter, M.A.) in Kooperation mit dem Filmhaus Köln statt.